Bürgerinitiative

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Sonntag, 26. Juli 2015

Email an Herrn Sommer von der Bezirksregierung



Sehr geehrter Herr Sommer,

wie den Medien zu entnehmen ist, ist in den nächsten Monaten mit einem erheblichen Zugang von Flüchtlingen in Deutschland und insbesondere auch in NRW zu rechnen.
Aus diesem Grund ist es für uns Anwohner der Harewood Kaserne in Herford von größtem Interesse zu erfahren, ob die Bezirksregierung sich für die Kaserne als Zentrale Unterbringungseinrichtung entschieden hat oder ob die Räumlichkeiten dort eventuell auch als Notunterkünfte genutzt werden und  mit einer Unterbringung von Flüchtlingen bereits im August zu rechnen ist.
Wie uns seitens der Stadt Herford mitgeteilt wurde, ist eine Begehung der Kaserne am 29.07.2015 geplant. Ist es möglich, dass Vertreter der Bürgerinitiative an dieser Begehung teilnehmen und somit ein Informationsaustausch und ein Gespräch zwischen den Verantwortlichen der Stadt, der Bezirksregierung und den Anwohner der Harewood Kaserne ermöglicht wird.
Darüber hinaus stellt sich uns seit der Informationsveranstaltung am 16.06.2015 die Frage, welche Art Unterbringungseinrichtung für die Harewood Kaseren angedacht ist. Zu Beginn Ihrer damaligen Präsentation sprachen Sie von einer Erstaufnahmeeinrichtung in der Harewood Kaserne. So war es auch der Power Point Präsentation zu entnehmen in der unter den EAEs auch Herford aufgelistet war. Im weiteren Verlauf Ihres Vortrages wurde von einer Zentralen Unterbringungseinrichtung in Herford gesprochen. Ist für Herford eine Erstaufnahmeeinrichtung oder eine Zentrale Unterbringungseinrichtung geplant oder beides?
Werden aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen nicht nur die Mannschaftsgebäude der Kaserne belegt sondern werden zusätzlich noch Container zur Unterbringung von weiteren Flüchtlingen aufgestellt. Erwägt die Bezirksregierung hinsichtlich der zu erwartenden Flüchtlinge auch eine Unterbringung in der Hammersmith sowie in der Wentworth Kaserne in Herford.
In den Medien wurde berichtet, dass von den zeitnah zu erwartenden 5.300 Flüchtlingen keine der Stadt Herford zugewiesen werden sollen. Hängt diese Entscheidung mit Ihrem Beschluss zusammen, dass in Herford eine ZUE eingerichtet werden soll?
Wird das Gelände der ehemaligen Kaserne vor Einrichtung einer ZUE nach Kampfmitteln, die seinerzeit dort vergraben worden sein sollen und nach Blindgängern abgesucht und werden Bodenproben entnommen? Der Boden des Geländes soll im Bereich der Garagen, der Werkstatt und der Tankstelle in höchstem Maße verunreinigt und mit Altöl kontaminiert sein.
Die Informationen über die Verunreinigung des Bodens ist auch für uns Anwohner von Bedeutung, da dann zu prüfen wäre, inwieweit die umliegenden Grundstücke davon betroffen sind.
Über eine baldige Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Radde (Im Namen der Bürgerinitiative Harewood Kaserne)

Mittwoch, 24. Juni 2015

Kontaktdaten der Bürgerinitiative

Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen wollen, können Sie das über das untenstehende Kontaktformular machen oder uns direkt eine Email  BIAHK@t-online.de
schicken. Telefonisch können Sie uns unter 0151/28432880 erreichen.

Samstag, 20. Juni 2015

Beitrag zur Sitzung des Rates der Stadt Herford am 19.06.2015


Die Bürgerinitiative und alle Anwohner der Harewood Kaserne sind sich einig, Flüchtlingen aus Krisengebieten unsere Hilfe und unsere Unterstützung anzubieten. Die Menschen sollen hier in Sicherheit sein, ein Dach über dem Kopf haben und zu essen bekommen. Die Kinder sollen wieder unbeschwert spielen können und diese Menschen sollen endlich wieder in eine sichere Zukunft blicken können.

Es gibt aber unter den Anwohnern Menschen, und dazu gehören in aller erster Linie ältere Mitbürger, bei denen Ängste und Sorgen bestehen, dass Viertel könnte zu einem sozialen Brennpunkt werden. Diese Menschen haben nach dem Krieg dazu beigetragen, Deutschland wieder aufzubauen und zu dem zu machen, was es heute ist. Ein Land, in dem niemand hungern und frieren muss und das auch wieder Anerkennung erhält.

Diese Menschen sehen mit Bangen in die Zukunft und überlegen ihr Heim, in dem sie jahrzehntelang gewohnt haben, Kinder groß gezogen haben, schöne Momente erlebt haben, zu verkaufen.

Die Verantwortlichen von Politik, Kirche und Verwaltung müssen auf diese Anwohner/Bürger zugehen und sich bemühen ihnen diese Ängste zu nehmen.

Es kann nicht sein, dass der Kirchenvertreter, der für seine Gemeindemitglieder als Gesprächspartner und Seelsorger zur Verfügung stehen sollte, sich abwendet und die Ängste der Anwohner anprangert und Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes sich über die Ängste der Eltern um ihre Kinder lustig machen und die Menschen verhöhnen.

Alles was wir uns als Anwohner wünschen ist, dass man uns zuhört, uns signalisiert, dass man unsere Sorgen und Ängste ernst nimmt und man gemeinsam an einer Lösung, die für alle Beteiligten sinnvoll ist, arbeiten wird. Auch Ehrlichkeit erwarten wir, denn wenn man ehrlich die Probleme benennt, wie es Innenminister Jäger getan hat, auch wenn das von Vertretern von der Bezirksregierung verleugnet wird, nur dann können diese Probleme gelöst werden.

Wir als Bürgerinitiative heißen Flüchtlinge, die Not und Elend erlebt haben, um ihr Leben fürchten mussten, oder politisch verfolgt werden, oder schlimmer noch, gefoltert wurden, hier herzlich willkommen, aber es sollten bei all der Problematik die Menschen hier vor Ort nicht vergessen werden. Den eigenen Bürger darf nicht signalisiert werden, ihre Sorgen seien unerwünscht. Wir möchten angehört werden, ernst genommen werden und an gemeinsamen Lösungen mitarbeiten.

Innenminister Jäger ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hat eingeräumt, dass es Probleme gibt, die angegangen werden müssen, um die Akzeptanz bezüglich der Flüchtlinge beibehalten zu können, bzw. erhöhen zu können (Artikel der Zeitung Die Welt vom  21.11.2014)

Es ist sehr scheinheilig zu behaupten, es ist mit keinerlei Problem zu rechnen, wenn 500 bis 800 Flüchtlinge aus unterschiedlichen Kulturkreisen und mit unterschiedlichen Religionen auf engem Raum zusammenleben müssen, nur weil eine Unterbringung von mindestens 500 Flüchtlingen in einer Unterkunft kostengünstiger ist.

Vorher haben in der Kaserne 500 britische Soldaten ihren Dienst verrichtet, die anschließend nach Hause zu ihren Familien gefahren sind. Nun sollen dort 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche bis zu 800 Flüchtlinge leben, die nicht nach Hause fahren können. Durch das Kasernentor werden jeden Tag 500 bis 800 Menschen über die Mindener Straße zu Fuß in die Stadt gehen. Dabei muss zunächst eine stark befahrene Bundesstraße überquert werden. Ich glaube keiner der Verantwortlichen ist sich wirklich darüber im Klaren, welche organisatorische und logistische Herausforderung das darstellt.  

Bei der Sitzung des Rates der Stadt Herford am 19.06.2015 wurden von Seiten der politischen Vertreter die richtige Signale gezeigt. Vor allem Frau Müller von der CDU Fraktion hat treffende Worte gefunden. Es gibt unbequeme Fragen, die niemand hören will, aber es muss erlaubt sein, sie zu stellen. Nur dann können Antworten und Lösungen gefunden werden.

Es darf von der Politik keine Flanke für Parteien aus dem rechten Spektrum geöffnet werden, die von uns nach der nächsten Wahl niemand im Rat der Stadt sehen will. Deswegen dürfen die 2.000 Wahlberechtigten im Bezirk Ottelau nicht mit ihren Ängsten und Sorgen allein gelassen werden und ihnen darf auch nicht der Mund verboten werden. 

Um den Flüchtlingen zu helfen und ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen, sind wir als Bürgerinitiative bereit, uns an zukünftig geplanten Runden Tischen zu beteiligen und an einvernehmlichen Lösungen mitzuarbeiten. Das haben wir auch gegenüber dem Rat der Stadt Herford erklärt, der uns daraufhin das Versprechen gegeben hat, entsprechende Einladungen auszusprechen.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Ratssitzumg am 19.06.2015 um 16:00 Uhr zum Thema ZUE mit Anfrage der SPD

A.29Antrag der SPD vom 03.06.15: “Errichtung einer Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW für Asylbewerber in Herford“


https://herford.ratsinfomanagement.net/tops/?__=LfyIfvCWq8SpBQj0MkyHawGWr8Vm6Ti2Se5GJ


Anfrage der SPD

SPD-Ratsfraktion Horst Heining, Vorsitzender    
An den  Bürgermeister der Hansestadt Herford Herrn Tim Kähler  

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kähler, 
die SPD Fraktion im Rat der Hansestadt Herford beantragt zur Ratssitzung am 19.06.2015 im öffentlichen und ggf. im nichtöffentlichen Teil folgenden Tagesordnungspunkt:
  
 
  Antrag der SPD vom 03.06.15: “Errichtung einer Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW für Asylbewerber in Herford“ 
Wir glauben, dass dieses für die weitere Entwicklung der Stadt Herford wichtige Thema in öffentlicher Sitzung für die Herforder Bürgerinnen und Bürger transparent diskutiert werden sollte und die Frage, ob die Hansestadt Herford in diesem Verfahren eher eine „passive oder aktive Rolle“ spielen sollte, vom gesamten Rat nach eingehender Information durch die Verwaltung über die Chancen und Risiken entschieden werden sollte.  
Vielen Dank für Ihre Bemühungen. 
gez. Horst Heining SPD-Fraktionsvorsitzender


https://herford.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.HayIYu8Tq8Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok7KiyIguDWsESn4Qo0Le.Oa1CXuCWn4Oi0Lg-IbvDauHTp8To1Ok0HbwHau8Vt6Pi7Kj2GJ/Antrag_der_SPD-Fraktion_A-13-2015.pdf

Mittwoch, 17. Juni 2015

Offizielle Stellungnahme der Bürgerinitiative zum Infoabend am 16.06.2015 in der Christus Kirche


Von den Vertretern der Bezirksregierung Arnsberg und der Stadt Herford wurde gestern nach Meinung von Vertretern der Bürgerinitiative eine große Chance vertan, auf die Anliegen und Ängste einzugehen, die die Bürger und Anwohner wirklich bewegen. Die als Nachbarschaftsgespräch angekündigte Informationsveranstaltung bot keinen Raum für einen Dialog, da kritische Fragen nicht zugelassen und darüber hinaus zensiert wurden. Auf die Ängste und Sorgen der Anwohner und vor allem der älteren Menschen, die ernsthaft überlegen ihre Häuser verkaufen zu wollen, wurde nicht eingegangen. Es gab keine Lösungsvorschläge, die dazu beitragen, betroffenen Anwohnern die vorhandenen Ängste zu nehmen.
Vorrangiges Ziel war es, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen um ZUE politisch so schnell wie möglich durchzuwinken und einen positiven Ratsbeschluss zu erwirken. Dabei spielen die Interessen und Ängste der betroffenen Anwohner leider keine Rolle.
 
Enttäuscht waren wir auch von unserem Pastor, der nicht nur für die Interessen der Flüchtlinge zuständig sein sollte, sondern sich auch aktiv um die Ängste und Sorgen seiner Gemeindemitglieder kümmern muss und zu einen offenen Gespräch bereit sein sollte. Die vielen alten Menschen haben den weiten und für sie sicherlich beschwerlichen Weg nicht auf sich genommen, um nachher enttäuscht nach Hause zu gehen.

Treffend zusammengefasst wurde die Veranstaltung von einer Anwohnerin die aus den neuen Bundesländern stammt und sagte „in der DDR sei man früher in die Kirche gegangen um seine Meinung laut äußern zu können, in Herford ist das genau anders herum".
 
 
Dieses Statement haben wir heute auch an die Lokalredaktionen der in Herford erscheinenden Zeitungen Neue Westfälische und Westfalenblatt mit der Bitte um Veröffentlichung gesandt.
 
 

Enttäuschung und Traurigkeit bei Anwohnern nach dem gestrigen Nachbarschaftsgespräch


Von den Vertretern der Bezirksregierung Arnsberg (kurz: BRA) und der Stadt Herford wurde gestern eine große Chance vertan, auf die Anliegen und Ängste einzugehen, die die Bürger und Anwohner wirklich bewegen. Dabei ging es laut Einladung des DRK doch um Chancen.

Das „Nachbarschaftsgespräch" war lediglich eine Verkaufsveranstaltung, um innerhalb der Bevölkerung um Verständnis  und Akzeptanz für ein Projekt  zu werben, das die Mehrheit der Bürger und Anwohner in der geplanten Form ablehnen.
Vorrangiges Ziel war es nur, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen um ZUE politisch so schnell wie möglich  durchzuwinken und einen positiven  Ratsbeschluss zu erwirken. Dabei spielen die Interessen und Ängste der betroffenen Anwohner leider keine Rolle. Auch wenn uns von Vertretern des DRK und der Kirche gestern nicht das Wort erteilt wurde, lassen wir uns nicht mundtot machen und werden weiter für die Interessen der Anwohner kämpfen.

Als betroffener Anwohner und Teilnehmer an der gestrigen Infoveranstaltung war ich am Ende, wie viele andere auch, nur noch wütend und enttäuscht.

Es fing damit an, dass die vorgesehene Turnhalle zu klein war und die Zuhörer in die Kirche wandern mussten, obwohl den Verantwortlichen des DRK hätte klar sein dürfen, wie viele Menschen dieses Thema bewegen dürfte. Einige ältere Menschen, die nicht mit dem Auto gekommen waren, hatten auf Grund des 10 minütigen und nicht barrierefreie Weg daher nicht mehr die Möglichkeit die Kirche zu kommen.

Zu Beginn wurden dann von Bürgermeister Kähler und von Herrn Sommer von der BRA Begrifflichkeiten wie „Zentrale Unterbringungseinrichtung“ (ZUE) und Erstaufnahme Einrichtung (EAE) durcheinander geworfen. Am Anfang der Präsentation  des Herrn Sommern war von einer geplanten EAE in Herford und später von einer ZUE die Rede. Was soll denn nun eingerichtet werden?

Den Verantwortlichen ist offenbar vollkommen egal, welche Art von Einrichtung in Herford errichtet werden soll. Es geht nur um Kosteneinsparung durch eine zentrale Unterbringung mit mindesten 500 Personen aufwärts.  Größere Anstrengungen durch eine verteilte Unterbringung in kleineren Einrichtungen sollen dabei vermieden werden. Dass das zu Lasten der betroffenen Anwohner geht, ist egal. Es wird bewusst eine Ghetto mit Zaun herum geschaffen, dass eine Integration von Flüchtlingen verhindert und nichts mit der gepredigten Willkommenskultur zu tun hat.

Der Vortrag zu den statistischen Zahlen des vortragenden Kriminalrates Bauermann in Bezug auf eine Zunahme von Straftaten im Umfeld einer ZUE beinhalteten nur Daten, bei denen die Höhe der Eingriffsschwelle der Polizei so hoch gelegt worden waren, dass die Zahlen nicht mehr Grund zur Besorgnis gaben und die Daten die Zuhörer beruhigten. Zunahme von Einbrüchen und Diebstählen ohne einen ermittelten Täter finden hier zum Beispiel keine Berücksichtigung. 

Die Frage nach der vom BRA an das Innenministerium gesandten Alarmmeldung bezüglich der erhöhten Kriminalität durch Flüchtlinge wurde auch nicht beantwortet, sondern so ausgelegt, als ginge es dabei lediglich um Kriminalität innerhalb der ZUE. Der Artikel aus der Zeitung der Die Welt sagte aber etwas anderes aus. Leider waren ja keine Fragen dazu erlaubt und wurden abgewürgt. 

Von Anwohnern die aus den neuen Bundesländern stammen habe ich in diesem Zusammenhang später den Satz gehört, "in der DDR sei man in die Kirche gegangen um seine Meinung laut äußern zu können, in Herford ist das genau anders herum". 

Als dann der Werbeteil beendet war und die Zuhörer Fragen stellen durften, wurden diese zensiert. Ein Großteil der vorab übersandten Fragen und auch die an dem Abend auf Kärtchen geschriebenen kritischen Fragen wurden vorher aussortiert und nicht vorgelesen.
Anwohnern, die mündliche Fragen stellen wollten, wurden unter Hinweis auf den festgelegten Ablauf für die Veranstaltung nicht das Wort erteilt. Zeitweise wurde den Bürgern sogar der Mund verboten.

Die Anwohner hätten sich erwünscht, dass ihre Sorgen und Ängste von den Verantwortlichen ernst genommen werden und darauf eingegangen wird. Es hätte klare Signale geben müssen, dass man an einer für alle Seiten akzeptablen Lösung interessiert wäre und die Anwohner hinsichtlich der gewünschten Maßnahmen befragt worden wären. Außerdem wäre es wichtig gewesen, gegenüber den Anwohner Zusagen hinsichtlich der Umsetzung der Maßnahmen zu machen. 

Leider wurden diese Hoffnungen und Wünsche in keiner Weise erfüllt, da entsprechende Fragen nicht zugelassen wurden und eventuelle Einwände seitens der Moderatoren nicht ernst genommen und ins Lächerliche gezogen wurden.

Beispiele:
Frage: Wer sorgt für die Sicherheit unserer Kinder?
Antwort Hoffmann: Laut BGB die Eltern.
Frage: Wer ersetzt Schäden, die durch die Flüchtlinge verursacht wurden (Diebstahlt, Einbruch)?
Antwort Hoffmann: Wenn ich mein Auto vor die Wand fahre, bezahlt die Versicherung.
Frage: Gibt es unter den Flüchtlingen einen hohen Anteil alleinstehender junger Männer?
Antwort Hoffmann: Der Handschrift nach hat das eine junge Frau geschrieben.

Aus dem Vortrag des Herrn Sommer von der BRA ging nicht eindeutig hervor, wie viele Flüchtlinge tatsächlich in der ZUE untergebracht werden sollen. Es wurde von 750 verfügbaren Plätzen in der Harewood Kaserne gesprochen. Darüber hinaus soll es aber noch 100 – 200 Notunterkünfte geben. Wenn diese 200 Notunterkünfte zu den 750 zukommen, wären es ca. 1000 Flüchtlinge. Diese Zahlen werden angeblich jedoch nur ganz selten und in Ausnahmesituationen für einen begrenzten Zeitraum in Anspruch genommen. Das stand allerdings im Widerspruch über die von ihm berichteten steigenden Flüchtlingszahlen in den letzten zwei Jahren.

Für mich war auch die Einstellung unseres gewählten Bürgermeisters nicht deutlich genug. Ich hatte den Eindruck, die Verantwortlichkeiten werden zwischen Stadt und BRA nur hin und her geschoben. Die BRA behauptet, nicht gegen den Willen der Stadt eine ZUE einzurichten und wartet auf eine positive Ratsentscheidung und Herr Kähler als Bürgermeister erklärt, er könne nichts gegen die geplante Einrichtung einer ZUE unternehmen. Ich bin der Meinung, die Interessen von 2.000 Wahlberechtigten aus dem Bezirk Ottelau kann und darf er als Bürgermeister nicht ignorieren. Insbesondere der Hinweis des Bürgermeisters auf die in der Vergangenheit doch schon über die Gebühr belasteten Anwohner der Harewood Kaserne hat mich verärgert. Warum wird dann gerade diesen Menschen auch noch eine ZUE zugemutet? Weil die Bürger dort Kummer gewohnt sind und belastbarer sind als anders wo?

Den Verantwortlichen sollte aufgrund der hohen Anzahl der Teilnehmer spätestens jetzt klar geworden sein, dass die Herforder Bürger dieses Thema bewegt und dass diese an ehrlichen Antworten interessiert sind. Ich weiß allerdings nicht, wie das DRK sich um bis zu 1.000 Flüchtlinge kümmern soll, wenn sie nicht einmal eine Veranstaltung für 400 Zuhörer organisieren können, ohne das die Zuhörer umständlich von einem Veranstaltungsort zum nächsten wandern müssen. 

Wir erwarten daher bei zukünftigen Informationsveranstaltungen, dass die Verantwortlichen der BRA, des DRK, der Stadt und auch der Kirche nicht nur Interesse für das Wohl der Flüchtlingen zeigen, sondern auch ein offenes Ohr für die bestehenden Ängste der Bürger haben. Ziel sollte es sein, für alle Beteiligten befriedigende Lösungen erarbeiten. 

Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass wir die Flüchtlinge, die aus Krisengebieten zu uns kommen, hier herzlich willkommen heißen und uns bewusst ist, dass Flüchtlinge, die hier straffällig werden, sicherlich nur einen geringer Prozentsatz darstellen, aber diese Flüchtlinge sorgen dafür, dass Anwohner sich nicht mehr sicher fühlen und Ängste haben. 

Alles was wir möchten ist, dass unsere Sorgen und Ängste von den Verantwortlichen der BRA und des Rates der Stadt Herford ernst genommen werden und man uns aufzeigt, was getan werden soll, um uns diese Ängste zu nehmen und wir uns weiterhin sicher fühlen können.

Sonntag, 14. Juni 2015

Gründung einer Bürgerinitiative unter dem Namen "Anwohner Harewood Kaserne"


 "Gründungspapier zur Bürgerinitiative Anwohner Harewood Kaserne"

Die Bürgerinitiative "Anwohner Harewood Kaserne" wurde am 14.06.2015 gegründet.

Ziel der Bürgerinitiative ist es, in Absprache mit der Bezirksregierung und der Stadt Herford    eine für alle Beteiligten zufrieden stellende Lösung zu erarbeiten. Grundlage für die Gespräche sollten Transparenz, Information und Sachlichkeit sein, um ein gutes Miteinander zwischen Flüchtlingen und Anwohner zu gewährleisten, damit sich alle, die Menschen in der Notunterkunft / später ZUE und die Anwohner wohl und sicher fühlen.



Begründung:

Es sollte darauf geachtet werden, dass kein sozialer Brennpunkt entsteht, woraus sich unnötige Konflikte entwickeln (sowohl innerhalb als auch außerhalb der Unterkunft). Der gute Dialog, den man an einem nun kurzfristig einzurichtenden „Runden Tisch“ weiterführen muss, wird hierbei sicher eine große Hilfe sein, um durch gegenseitige Informationen und Vorschläge das gemeinsame Ziel zu erreichen; friedlich nebeneinander und miteinander zu leben und Probleme aus der Welt zu schaffen – bevor sie überhaupt erst entstehen.

Als Sprecher wurden benannt:

Michael Steffen
Michael Wollgramm
Michael Radde