Bürgerinitiative

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Sonntag, 6. September 2015

Ankunft von 200 neuen Flüchtlingen



Dr. Böhm von der Stadt Herford teilte gestern Abend telefonisch mit, dass im Laufe des Sonntags 200 neue Flüchtlinge in die Notunterkunft in der ehemaligen Harewood Kaserne kommen und bat darum, die Anwohner darüber zu informieren.

Freitag, 4. September 2015

Offizielles Protokoll der Stadt Herford zum ersten runden Tisch

Runder Tisch

Am 26.08.2015 fand in der Christuskirche eine erste Bürgerversammlung zum Thema Flüchtlingsunterkunftmit Vertretern der Bezirksregierung Detmold, der Herforder Polizei, des Betreuungsverbandes des DRKs und der Stadt Herford statt.
Vereinbart wurde die Einrichtung eines runden Tisches im Quartier „Ottelau“, um relativ zeitnah mögliche Anregungen umzusetzen und Probleme und Sorgen aufzugreifen.

Dieser Runde Tisch tagt regelmäßig immer mittwochs mit Vertretern Bürgerinitiative, der Polizei, des Betreuungsverbandes, der Stadt und der Bezirksregierung.

Sprecher der Bürgerinitiative sind:

Michael Radde
Michale Wollgramm
Michael Steffen

Kontkt:
BIAHK@t-online.de
Telefon: 0151 28432880

 
link der Stadt Herford:
http://www.herford.de/Rathaus-Politik/Verwaltung/Fl%C3%BCchtlingsunterkunft/Runder-Tisch 

Protokoll Runder Tisch „Quartier Ottelau“
Termin : 01.09.2015
Teilnehmer:
Stadt Herford:
Dr. Peter Böhm, Lothar Sobek, Petra Stender
Polizei:
Dirk Hüsemann
Bezirksregierung Detmold:
Dr. Malte Wietfeld
Bürgerinitiative:
Michael u. Martina Wollgramm, Michael Radde, Dorothea Pohlmann
Anwohnerin:
Anja Reschke
Diak. Werk:
Jörg Lange
DRK:
Ralf Hoffmann, Ulrike Warnecke, Maryam Naggar
DRK–Betreuungsdienste:
Jürgen Hecker
Ev.Luth. Emmausgemeinde:
Berthold Keunecke

Zunächst informierte Herr Dr. Böhm über die beabsichtigten Maßnahmen/Veränderungen in der Flüchtlingsunterkunft. Zurzeit werden Vorbereitungen getroffen, um die Unterkunft auf 400 Personen aufzustocken. Voraussichtlich erfolgt die Belegung 2. Septemberhälfte. Herr Dr. Böhm stellte klar, dass die ärztliche Versorgung zurzeit durch das Klinikum Herford sichergestellt wird. Mittwoch wird ein weiterer Bauzaun aufgestellt, der das den Gästen zur Verfügung gestellte Gelände um den Exerzierplatz vergrößert. Für die Unterbringung der insgesamt 400 Gäste wird auch das Haus „zwei“ auf der rechten Seite benötigt.

Auf die Frage, ob es vor dem Hintergrund der Situation in München Anzeichen gibt, dass weitere Flüchtlinge zugewiesen werden, erklärte Herr Dr. Wietfeld von der Bezirksregierung, dass täglich Telefonkonferenzen auf Landes-und Bezirksregierungsebene sich mit diesem Thema beschäftigen. Die wöchentlichen Ankunftszahlen sind leicht erhöht, eine verlässliche Prognose könne aber zurzeit nicht abgegeben werden. Die Bezirksregierung ist nochin der Planung des Umbaus zu einer ZUE, die bei laufendem Betrieb der Notunterkunft im nächsten Jahr durchgeführt werden soll.

Auf die Frage, wie das Zusammenleben in der Unterkunft organisiert wird, erläuterte Herr Hecker, dass der Fokus zunächst auf der Versorgung, auch im medizinischen Bereich, der Flüchtlinge gelegen habe. Es sei zurzeit nicht möglich eine Aussage zur durchschnittlichen Verweildauer in der Einrichtung zu treffen. Das ist ein dynamischer Prozess. Er erläuterte den vorhandenen Personalschlüssel und machte deutlich, dass das vorhandene Personal auch dazu da sei, die Gäste im Landesaufnahmeverfahren zu begleiten. Herr Hecker machte deutlich, dass die Gäste aus den zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen wie zum Beispiel aus Bielefeld oder Dortmund kommen und je nach Aufnahmekapazität dann letztlich in einer Notunterkunft untergebracht werden müssen. Für die Feststellungen im Asylverfahren ist das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) zuständig. Ergänzend machte er deutlich, dass sich der Betreiber einer Einrichtung immer eine Mischbelegung wünscht, aber letztlich auf die Zusammensetzung der Personen, die in der Unterkunft ankommen, keinen Einfluss hat.

Herr Sobek stellte in diesem Zusammenhang klar, dass die Praxis bei der Zuweisung von bereits zugewiesenen Asylbewerbern dieselbe ist-auch hier ist die Zusammensetzung von zugewiesenen Personengruppen unbekannt. Die Frage, ob die Stadt Herford noch privaten Wohnraum sucht, verneinte Herr Sobek mit dem Hinweis auf die im Augenblick noch zur Verfügung stehenden frei gewordenen Wohnungen der britischen Streitkräfte. Er wies in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, dass zwar aufgrund der Notunterkunft aktuell keine Zuweisungen von Asylbewerbern nach Herford erfolgen, der Puffer aber überschaubar sei, so dass zurzeit nicht mit Bestimmtheit gesagt werden könnte ab wann auch auf anderen Wohnraum wieder zurückgegriffen werden muss.

Auf die Frage, ob ehrenamtliche Hilfsangebote gewünscht würden, stellte Herr Hecker klar, dass vor Ort die vorhandenenFachkräfte bereits viel abdecken. Für ihn sei es wichtig das bürgerschaftliche Engagement mit Fachlichkeit zu verbinden. Er machte das am Beispiel Sport deutlich, da Sport nur unter Anleitung von qualifizierten Übungsleitern durchgeführt würde. Er stellte weiterhin klar, dass es wenig Sinn macht einen Sprachkurs über drei Monate mit entsprechenden Qualifikationen anzubieten, da die Verweildauer der Gäste in einer Notunterkunft im Normalfallnur wenige Tage (zur Zeit realistisch gesehen wenige Wochen) ist. Ganz konkret wurde die große Spannbreite des ehrenamtlichen Engagements angesprochen wie zum Beispiel Begegnungsmöglichkeiten, Spenden etc. In diesem Zusammenhang stellte Herr Dr. Böhm klar, dass aufgrund des Schutzes der Menschen die in der Unterkunft wohnen, ein Zugang zum Gelände nicht ermöglicht würde. Es sei wichtig,dass die Gäste sich auf dem Gelände sicher fühlen und erst einmal zur Ruhekommen. Daher wird zurzeit der Ein-und Ausgang über Bändchen organisiert. Demnächst wird der Betreuungsverband des DRK aber auf ein anderes Registrierungssystem (Checkkarte) umstellen.

Herr Dr. Böhm stellte für die Stadt klar, dass sämtliches Engagement, was Außerhalb der Unterkunft für die Gäste der Unterkunft organisiert wird, unterstützt wird. Wichtig ist aber, dass die Angebote auf freiwilliger Basis durchgeführt werden kann, so dass jeder entscheiden kann, ob er teilnimmt.

Mit dem Vertreter der Polizei wurde die Situation im Quartier kurz diskutiert. Festgehalten werden kann, dass sowohl der Sicherheitsdienst aber natürlich auch die Polizei jederzeit angesprochen werden kann. In diesem Zusammenhang wurde darüber berichtet, dass die Präsenz des Sicherheitsdienstes auch außerhalb des Geländes positiv aufgefallen sei. Es wurde aber auch die Bitte geäußert, dass die Personen der Nachtstreife sich leiser verhalten sollten. Diese Anregung wird an den Sicherheitsdienst weitergegeben.

Um eine bedarfsgerechte Verteilung sicherzustellen, wurde festgehalten, dass die Kleidersammlung weiterhin über das DRK organisiert werden soll. Nach einem Hinweis aus der Gruppe erläuterte Herr Hoffmann vom DRK, dass demnächst auf der Homepage auch ein Hinweis zu finden sei, welche Kleidung aktuell benötigt werde.

Link der Stadt Herford: 

Donnerstag, 3. September 2015

Anwohnerinfoabend mit Ingo Schlotterbeck, dem Landesgeschäftsführer des Arbeitersamariterbundes



Der auf Einladung der CDU (A. Gorsler) initiierte Anwohnerinformationsabend war aus unserer Sicht sehr gelungen!




Herr Schlotterbeck hat ehrlich, sachlich und informativ aus seiner täglichen Arbeit zu vielen Themen berichtet. Es war sehr interessant zu erfahren, wie die Situation „vor Ort“ ist, welche Gründe tatsächlich zur Flucht führten, welche Konflikte entstehen und wie man damit umgeht, wie sich die Arbeit der Mitarbeiter in der Einrichtung gestaltet, welcher Bildungsstand bei den Flüchtenden vorhanden ist – und nicht zuletzt die Themen Krankheiten und Kosten.


All das einmal nicht begleitet von Statistiken und Theorien – sondern sehr lebendig aus der Praxis.

Danke an die Initiatoren und vor allem Danke an Herrn Schlotterbeck, dass er sich bei seinem anstrengenden Tagesgeschäft die Zeit für die Anwohner nahm!



Mittwoch, 2. September 2015

Rückblick auf die vergangenen drei Monate nach Gründung der Bürgerinitiative Anwohner Harewood Kaserne (BAHK) am 14.06.2015



Ziel der Bürgerinitiative ist es, mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung, Bezirksregierung, Polizei etc. bezüglich der Unterbringung von Flüchtlingen in der ehemaligen Harewood Kaserne im ständigen Dialog zu stehen um dafür Sorge zu tragen, dass die Wünsche, Sorgen und Anregungen der Anwohner bei den nunmehr begonnenen Umsetzungen und weiteren Planungen berücksichtigt werden. Auf diese Weise soll ein konfliktfreies Miteinander zwischen den hier vorübergehend untergebrachten Flüchtlingen und den Anwohnern sichergestellt werden.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten werden die Befürchtungen und Sorgen der Anwohner von den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und Bezirksregierung ernst genommen.
Ein deutliches Zeichen hierfür war die rundum gelungene Informationsveranstaltung am 26.08.2015 in der Christuskirche. Dies ist nicht zuletzt Herrn Stuckhard zu verdanken, der als Moderator professionell durch die Veranstaltung geführt hat.
Es wurde sehr deutlich gemacht, dass der Dialog mit den Anwohnern gewünscht ist und Fragen, Anregungen sowie Kritik ernst genommen werden.
Mit zahlreichen Gesprächen, Schreiben, Zusammenkünften und Kontaktaufnahmen konnten wir bereits erste Erfolge erzielen.
So fand der seitens des Bürgermeisters zugesagte „Runde Tisch“ unter Beteiligung einiger Vertreter der Bürgerinitiative zum ersten Mal am 01.09.2015 statt (hierzu erfolgt ein separater Bericht).
Darüber hinaus wurde die von uns geforderte Aussetzung der Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung im Quartier Ottelau ebenfalls bereits umgesetzt.
Ebenso wird es im Quartier als sehr positiv aufgefasst, dass die Polizeipräsenz deutlich höher und sichtbar ist – dies ist nicht zuletzt auf eine Anregung unsererseits zurückzuführen.
Und erfreulicher Weise steht uns Herr Koch von der Polizei in Herford als Ansprechpartner zur Verfügung, welcher darum bat, ihn bei allen Fragen, Problemen und Sorgen anzusprechen.
Zusätzlich wurde den Anwohnern zugesichert, dass die Mitarbeiter der SWK häufiger durch die umliegenden Straßen fahren, so dass hier für Sauberkeit gesorgt ist.
Für uns alle sollte immer an oberster Stelle stehen: Das Ziel muss es sein, Probleme zu
lösen, bevor sie entstehen.

Um wichtige Fragen und Anliegen bei den Verantwortlichen vorzutragen, benötigen wir natürlich tatkräftige Unterstützung und würden uns über Ihre Hilfe sehr freuen.

Nutzen Sie einfach die folgenden Kontaktmöglichkeiten:
Telefon 0151 /284 328 80
Wir geben Ihr Anliegen weiter bzw. klären dies. Selbstverständlich erhalten Sie eine entsprechende Rückmeldung. Gerne vermitteln wir Ihnen auch Ansprechpartner.

Wenn Sie aktiv mitarbeiten möchten – über weitere Mitglieder freuen wir uns!

Unser Fazit:
Die zahlreichen Stunden, die wir in die Arbeit der BAHK investiert haben – haben sich gelohnt!
Wir haben viel erreicht und sind auf dem richtigen Weg.

Ihre Bürgerinitiative

Dienstag, 1. September 2015

Anwohnerinfoabend mit Ingo Schlotterbeck, dem Landesgeschäftsführer des Arbeitersamariterbundes

Auf Einladung von  Klaus Oehler und Andreas Gorsler von der CDU kommt in Zusammenarbeit mit  der Bürgerinitiative der  Landesgeschäftsführer des Arbeitersamariterbundes, Herr Ingo Schlotterbeck in das Quartier Ottelau.

Herr Schlotterbeck ist verantwortlich  für den Betrieb einer Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Detmold und in Bielefeld und würde seine dabei gewonnenen Erfahrungen bei einem Gespräch an die Anwohner der Harewood Kaserne weitergeben.

Der Infoabend mit Herrn Schlotterbeck findet am Mittwoch, den 02.09.2015um 19:00 Uhr in der Gaststätte Blaumeise, Eimterstraße 71 in Herford statt.